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Kurzbericht:
Vortrag von Privatdozent Dr. Solte, FAW/n Universität Ulm
gehalten beim Stiftungsfest des CV-Ortszirkels Aalen.

"Kartenhaus Weltfinanzsystem". Was kommt nach der Krise?

Eine gigantische Überschuldung erschüttert die Stabilität des Weltfinanzsystems. Was sind die die Ursachen und Wirkungen? Was sind die Probleme hinter den Problemen? Was wurde versäumt? Was ist zu tun?
Diesem Themenkreis war der Festvortrag des diesjährigen Stiftungsfestes gewidmet : "Kartenhaus Weltfinanzsystem- Was kommt nach der Krise ?"
Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Dirk Solte vom "Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung",  Ulm stellte sehr lebendig und engagiert seine Analyse der Vergangenheit und Gegenwart des Weltfinanzsystems vor. Er demonstrierte sehr anschaulich die komplexen Vorgänge der Geldschöpfung und interpretierte folgerichtig die Fehlentwicklungen der Weltfinanzen als systemisch bedingt. In einem Ausblick zeigte er, wie wichtig und dringend geboten globales politisches Handeln sei, um eine Wiederholung einer solchen Welzfinanzkrise zu verhindern - denn ein zweites Mal gäbe es wohl keine Rettung weil es zum Konkurs der Staaten führen würde.
Er skizzierte - leider infolge der fortgeschrittenen Zeit nur kurz - einen  umfassenden Plan für eine politische Lösung des weltweiten Gesamtproblems, der  unter anderem durch folgende Stichworte zu kennzeichnen sei: 
- Vereinbarung und Durchsetzung weltweit verbindlicher Umwelt- und Sozialstandards, um eine globale öko-soziale Marktwirtschaft zu realisieren.
- Reform der Finanz- und Steuersysteme mit Besteuerung aller Finanzprodukte und  Besteuerung globaler Transaktionen.
- Schließung aller Steuerparadiese und
- Begrenzung der Liquiditätsreservehaltung der Finanzakteure  
zur Beseitigung von Liquiditätsengpässen und ihrer Auswirkung auf die Realwirtschaft.  
Offen bleiben müsse die Frage, ob sich die politisch Verantwortlichen wichtigsten der wichtigsten Währungs- und Wirtschaftsräume der Welt z.B. im Rahmen der G-20 zu einer gemeinsamen Vorgehensweise zur Abwendung der akut immer noch drohenden verheerenden Krisensituation durchringen können. Man könne nur hoffen, daß der Druck auf die Akteure groß genug sei.

 
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